Lettland ist das mittlere Land der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Seit 2004 Mitglied der EU und NATO. Mit einer etwas kleineren Fläche als Bayern und einer Einwohnerzahl von +- 2.000.000 (etwa wie Hamburg oder Tühringen) gleicht die Bevölkerungsdichte in Lettland der der vereinigten Staaten und der Hälfte von Meck.-Pom.. Gesprochen wird gößtenteils lettisch, auch wenn die Muttersprache eines großer Anteils der Bevölkerung russisch ist. Die Hauptstadt ist Rīga und mit 700.000 Einwohnern etwas größer als Bremen. Nach nahezu dauerhafter Besatzung durch sämtliche Völker (zuletzt durch die Russen 1945-1990) ist das lettische Volk nun Stolz auf seine Unabhängigkeit und ist ein, am Westen orientiertes, aufstrebendes Land!
UND NUN ZUM LATVIAN WAY OF LIFE:
PUNKT 1: Bus- und Straßenbahnfahrten macht man hier mit seiner etalon-Karte, einer visitenkartengroßen blauen Plastikkarte für Dauerfahrer, oder einer gelben Papierkarte mit Rigamotiven, die man sich mit bis zu 20 Fahrten aufladen kann. Wie dem auch sei, die Karte muss man dann im Bus immer abbeepen, wenn man das nicht gemacht hat und man hat das Pech das Kontrolleure den Bus ranwinken, darf man schön Strafe zahlen. Ich bin aber erst ein einziges Mal kontrolliert worden, und ich fahre eigentlich jeden Tag mindestens einmal nach Riga. Die Kontrolleure haben dann alle ein tragbares Beepgerät dabei und checken noch mal alle etalons ab.
Wenn jemand keine etalon hat, kann er die während der Fahrt beim Busfahrer kaufen, der fährt währenddessen dann einfach weiter. Im Vergleich zu deutschen Busfahrten geht das alles also deutlich flotter von der Bühne und da haben die Letten sich echt mal was einfallen lassen! Besonders weil meine Schüler-etalon so ein schönes blau hat und ich damit kostenlos durch ganz Riga touren kann. (Seid aber beruhigt: der Zugverkehr ist noch von älterem Kaliber. Die Züge sind etwa so wie unsre roten Regionalbahnen nur breiter und das Ticket gleicht einem Bon von einem Nachmittag im IKEA...)
PUNKT 2: Die Letten zeigen einfach gern wie modern sie sind. Das zeigt sich u.a. auch dadurch, dass man hier wirklich häufig öffentlichen WiFi-Zugang hat. Da kann man doch mit Facebook und co. richtig was anfangen! Die Letten benutzen hier aber eher Draugiem.lv, ein soziales Netzwerk, was kurz nach Facebook auf dem Markt erschienen ist und die Herzen der Letten im Sturm erobert hat! Jeder hat hier Draugiem -und Facebook? pff, ... das hat eigentlich auch fast jeder... Von der Bank oder der Schule krigt man öfters mal ne Sms mit Zugangsdaten oder anderen Benachrichtigungen und neben den vielen Jugendstilhäusern und alten Baracken in Riga gibt es auch schon den ein oder anderen schicken Glaskasten, was ein recht amüsantes Stadtbild hervorbringt :D
PUNKT 3: Das Zusammenleben von Letten und Russen habe ich schon in meinem ersten Eintrag ein wenig erläutert, in dem Absatz mit den Schachspielern.
PUNKT 4: Die höflichen Letten, das bezieht sich hier vor allem auf die Männer, lieben Blumen! Wennn man jemanden besucht, am ersten Schultag für den Klassenlehrer oder auch einfach so ohne Grund, werden hier Blumen verschenkt. Blumenläden, bzw. Bürgersteigabschnitte voll mit Blumen, reihen sich in vollster Farbenpracht aneinander. Okey, genug geschwafelt... Die Männer halten einen meistens die Türen auf und räumen den Platz im überfüllten Bus. Ich laufe jetzt schon immer gegen Türen, wenn kein Mann vorhanden ist...
PUNKT 5: Kunst, allerdings mehr in die Theaterrichtung, und Musik spielen hier eine ganz große Rolle. Theater, Oper, Musicals, traditionelle Tanzfeste, ein Chor nach dem andern. Die Letten lieben ihre Traditionen, ihr Land und die Kunst. Jeden Abend kann man hier gut gekleidete Letten in die Oper oder zu ähnlichen Veranstaltungen gehen sehen und ich freue mich schon auf das große Sänger- und Tänzergestival im Sommer, das nur alle vier Jahre stattfindet. 10.000 Sänger in einem Chor und fänomenale Tanzchoreografien!
PUNKT 2: Die Letten zeigen einfach gern wie modern sie sind. Das zeigt sich u.a. auch dadurch, dass man hier wirklich häufig öffentlichen WiFi-Zugang hat. Da kann man doch mit Facebook und co. richtig was anfangen! Die Letten benutzen hier aber eher Draugiem.lv, ein soziales Netzwerk, was kurz nach Facebook auf dem Markt erschienen ist und die Herzen der Letten im Sturm erobert hat! Jeder hat hier Draugiem -und Facebook? pff, ... das hat eigentlich auch fast jeder... Von der Bank oder der Schule krigt man öfters mal ne Sms mit Zugangsdaten oder anderen Benachrichtigungen und neben den vielen Jugendstilhäusern und alten Baracken in Riga gibt es auch schon den ein oder anderen schicken Glaskasten, was ein recht amüsantes Stadtbild hervorbringt :D
PUNKT 3: Das Zusammenleben von Letten und Russen habe ich schon in meinem ersten Eintrag ein wenig erläutert, in dem Absatz mit den Schachspielern.
PUNKT 4: Die höflichen Letten, das bezieht sich hier vor allem auf die Männer, lieben Blumen! Wennn man jemanden besucht, am ersten Schultag für den Klassenlehrer oder auch einfach so ohne Grund, werden hier Blumen verschenkt. Blumenläden, bzw. Bürgersteigabschnitte voll mit Blumen, reihen sich in vollster Farbenpracht aneinander. Okey, genug geschwafelt... Die Männer halten einen meistens die Türen auf und räumen den Platz im überfüllten Bus. Ich laufe jetzt schon immer gegen Türen, wenn kein Mann vorhanden ist...
PUNKT 5: Kunst, allerdings mehr in die Theaterrichtung, und Musik spielen hier eine ganz große Rolle. Theater, Oper, Musicals, traditionelle Tanzfeste, ein Chor nach dem andern. Die Letten lieben ihre Traditionen, ihr Land und die Kunst. Jeden Abend kann man hier gut gekleidete Letten in die Oper oder zu ähnlichen Veranstaltungen gehen sehen und ich freue mich schon auf das große Sänger- und Tänzergestival im Sommer, das nur alle vier Jahre stattfindet. 10.000 Sänger in einem Chor und fänomenale Tanzchoreografien!
PUNKT 6: Rauchen sollte Nationalsportart werden! Okey, nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht, aber Zigaretten kosten hier nur um die 2Ls (~2,80€, was die meisten aber auch noch ziemlich teuer finden und sich deshalb gerne mal 5ct Dinger aus Russland besorgen) und besonders viele Schüler rauchen hier, aufm Land auch schon mal ab der 8. Klasse oder so. Richtig Mainstream wird das hier so ab der 11. Auch wenn Zigaretten, Alkohol und Party erst ab 18 sind, wird sich am Kiosk oder mit Fake-IDs zu helfen gewusst. Von vielen Schülern habe ich auch schon gehört, dass sie Lettland total doof finden, weil es so klein, unbedeutend und dauerbesetzt ist und haben da einen gewissen Frust wegzuleben...
PUNKT 7: Dennoch sind die Letten grundsätzlich stolz auf ihr Land! Endlich sind sie mal Unabhängig, Mitglied in den großen Weltinstitutionen, haben die Möglichkeit modern und selbstständig zu sein! Natürlich gibt es auch Kriesen, besonders finanzieller Art, die den Nationalstolz gerade bei den Jugendlichen ziemlich schwächt, aber (vielleicht ist es auch einfach nur, weil ich es aus Deutschland nicht anders gewohnt bin) man begenet hier gesunden aber dennoch deutlichen Patriotismus! :)
PUNKT 8: Die typische Lettin trägt überlicherweise Highheels, auf die selbst dieser komische GNTM-Jorge neidisch wäre, Haare bis zum Allerwertesten und zur Schule immer eine Handtasche in der Ellenbeuge! Ich könnte das noch weiter ausführen, aber nein danke! :D
PUNKT 9: Der Aberglaube ist quasi die Religion der Letten. Zwar sind die meisten Christen, aber die wenigsten sind wirklich gläubig. Dafür darf man im Haus nicht pfeifen, das ruft den Teufel. Seine Handtasche stellt man nicht auf den Boden, denn sonst läuft einem das Geld weg. Blumen werden nur in geraden Zahlen verschenkt, Einkäufe und Geld niemals über eine Türschwelle gereicht. Dass das Geld immer nur auf den Geldteller auf der Theke geknallt wird, liegt nicht daran, dass die Kassierer unfreundlich sind: Geld darf man nicht direkt weiter geben.
PUNKT 10: Lettisches Konfliktverhalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem für uns Deutsche. Die Letten versuchen Konflikten meistens eher aus dem Weg zu gehen und stauen Probleme seehr lange in sich auf, bis sie dann irgendwann mal explodieren oder sie sagen gar nichts. Auch in die Politik mischen sie sich deshalb nicht besonders gern ein. Meine Klassenkameraden wussten größtenteils nichts über die Wahlen in den USA und über ihre eigene Politik sagen sie auch nicht viel mehr, als dass keiner den Präsidenten mag. Über aktuelle Themen, ein eigentlich überhaupt nicht, wird in der Schule diskutiert.
FORTSETZUNG FOLGT!PUNKT 7: Dennoch sind die Letten grundsätzlich stolz auf ihr Land! Endlich sind sie mal Unabhängig, Mitglied in den großen Weltinstitutionen, haben die Möglichkeit modern und selbstständig zu sein! Natürlich gibt es auch Kriesen, besonders finanzieller Art, die den Nationalstolz gerade bei den Jugendlichen ziemlich schwächt, aber (vielleicht ist es auch einfach nur, weil ich es aus Deutschland nicht anders gewohnt bin) man begenet hier gesunden aber dennoch deutlichen Patriotismus! :)
PUNKT 8: Die typische Lettin trägt überlicherweise Highheels, auf die selbst dieser komische GNTM-Jorge neidisch wäre, Haare bis zum Allerwertesten und zur Schule immer eine Handtasche in der Ellenbeuge! Ich könnte das noch weiter ausführen, aber nein danke! :D
PUNKT 9: Der Aberglaube ist quasi die Religion der Letten. Zwar sind die meisten Christen, aber die wenigsten sind wirklich gläubig. Dafür darf man im Haus nicht pfeifen, das ruft den Teufel. Seine Handtasche stellt man nicht auf den Boden, denn sonst läuft einem das Geld weg. Blumen werden nur in geraden Zahlen verschenkt, Einkäufe und Geld niemals über eine Türschwelle gereicht. Dass das Geld immer nur auf den Geldteller auf der Theke geknallt wird, liegt nicht daran, dass die Kassierer unfreundlich sind: Geld darf man nicht direkt weiter geben.
PUNKT 10: Lettisches Konfliktverhalten ist etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem für uns Deutsche. Die Letten versuchen Konflikten meistens eher aus dem Weg zu gehen und stauen Probleme seehr lange in sich auf, bis sie dann irgendwann mal explodieren oder sie sagen gar nichts. Auch in die Politik mischen sie sich deshalb nicht besonders gern ein. Meine Klassenkameraden wussten größtenteils nichts über die Wahlen in den USA und über ihre eigene Politik sagen sie auch nicht viel mehr, als dass keiner den Präsidenten mag. Über aktuelle Themen, ein eigentlich überhaupt nicht, wird in der Schule diskutiert.

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